Alkaloide
 
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Sammelbezeichnung für in Pflanzen auftretende basische Naturstoffe, die ein oder mehrere heterocyclische Stickstoff-Atome im Molekül enthalten und eine starke Wirkung, bevorzugt auf das zentrale Nervensystem, entfalten. Die nähere Einteilung kann sowohl nach ihrem Vorkommen (z.B. Mutterkornalkaloide) als auch nach ihrer chemischen Struktur (z.B. Tropan-, Indol-, Purin-Alkaloide) erfolgen. Die Mehrzahl der Alkaloide ist optisch aktiv, da meist sogenannte asymetrische Kohlenstoff-Atome vorliegen. Oftmals ist nur eine bestimmte Form physiologisch wirksam, das andere Konformere dagegen unwirksam. Racemate (Gemische beider Konformere) sind entsprechend halb so wirksam.

Zu den Alkaloiden gehören die Wirkstoffe vieler legaler (Coffein, Nicotin) und illegaler Drogen (Morphin, das erste in Reinform isolierte Alkaloid, Cocain) sowie Arzneimittel (Atropin).

Historie

Die Bezeichnung "Alkaloid" wurde 1819 von dem Apotheker C.F.W. Meissner für "alkaliähnliche" Pflanzeninhaltsstoffe geprägt, entsprechend dem basischen Charakter der Alkaloide. Bereits 1827 begann die Fa. Merck mit der industriellen Produktion von Alkaloiden.

Letztes Update dieser Seite: 07.01.2015 - IMPRESSUM - FAQ